Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VAwS).
Die Prüfung wird durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen nach VAwS durchgeführt. 
Wartungs- und Eigenkontrollen sind nach den jeweiligen Vorgaben durchzuführen.

Die VAwS ist länderspezifisch geregelt. Ab 2014 soll eine bundeseinheitliche Verordnung in Kraft treten (AwSV). Derzeit gilt zusätzlich eine bundesweit einheitliche „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ In der Verordnung ist der Umgang mit wassergefährdenden Stoffen im Sinne des Wasserhaushaltsgesetzes geregelt.

Nach § 62 WHG müssen Anlagen zum Lagern, Abfüllen, Herstellen und Behandeln wassergefährdender Stoffe sowie Anlagen zum Verwenden wassergefährdender Stoffe im Bereich der gewerblichen Wirtschaft und im Bereich öffentlicher Einrichtungen so beschaffen sein und so errichtet, unterhalten, betrieben und stillgelegt werden, dass eine nachteilige Veränderung der Eigenschaften von Gewässern nicht zu besorgen ist. Das Gleiche gilt für Rohrleitungsanlagen, die

  • den Bereich eines Werksgeländes nicht überschreiten,
  • Zubehör einer Anlage zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sind oder
  • Anlagen verbinden, die in engem räumlichen und betrieblichen Zusammenhang miteinander stehen.


Wenn Sie eine Anlage mit wassergefährdenden Stoffen betreiben, muss diese Anlage in Abhängigkeit des Volumens und der Wassergefährdungsklasse durch einen Sachverständigen nach VAwS geprüft werden. In der Regel ist dies:

  • vor Inbetriebnahme oder nach einer wesentlichen Änderung
  • regelmäßig wiederkehrend, spätestens alle 5 Jahre (im Wasserschutzgebiet 2,5 Jahre)
  • vor der Wiederinbetriebnahme einer länger als ein Jahr stillgelegten Anlage
  • wenn die Prüfung wegen Besorgnis einer Wassergefährdung angeordnet wird
  • wenn die Anlage stillgelegt wird.

Im Übrigen gelten die landesrechtlichen Vorschriften.